Hier finden Sie aktuelle Medienmitteilungen und Publikationen.

Anfragen bezüglich Auswirkungen der Corona-Krise auf die Branche oder bezüglich Herstellung von Schutztextilien durch Schweizer Firmen beantworten wir Ihnen gerne. Bitte wenden Sie sich an Mirjam Matti Gähwiler, Leiterin Kommunikation und PR unter: mirjam.matti@swisstextiles.ch oder 076 527 46 08.

Bei Fragen zu Schutzkonzepten oder weiteren Belangen, die Bekleidungsgeschäfte betreffen, wenden Sie sich bitte an https://www.swiss-fashion-stores.ch/ oder https://www.swiss-retail.ch/.

Zürich (ots) - Geht es nach dem Nationalrat, soll die Vorlage der Industriezollabschaffung bachab geschickt werden. Dieser hat heute entschieden, nicht auf die Vorlage einzutreten. Bei Swiss Textiles sind Enttäuschung und Unverständnis gross.

Die Zölle verteuern die Beschaffungskosten der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche jährlich um 264 Millionen Franken - unabhängig davon, ob in der Schweiz produzierend oder nicht. Einer der Gründe, weshalb trotz der vielen Freihandelsabkommen die Zollabgaben derart ins Gewicht fallen, sind die restriktiven Ursprungsregeln. Um dennoch Importzollkosten zu reduzieren, weichen die Unternehmen auf Spezialverfahren wie zum Beispiel den aktiven bzw. passiven Veredlungsverkehr aus. Diese Verfahren führen bei den Unternehmen zu einem sehr hohen administrativen Aufwand. Und das wirkt sich negativ auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Exportindustrie aus.

Gemäss Bundesrat soll sich das ändern und er arbeitete eine Vorlage für das Parlament aus, um die Industriezölle abzuschaffen. Durch die Zollabschaffung rechnet er mit einem BIP-Effekt von rund 860 Millionen Franken, einer Zunahme der Arbeitsplätze um 4000 sowie einer Einsparung für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Höhe von 350 Millionen Franken. "Die Importzollabschaffung ist eine griffige Massnahme zur Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Exportindustrie, die durch das Parlament unabhängig und rasch beschlossen werden könnte", hält Direktor Peter Flückiger fest und fährt fort: "Mit der gegenwärtigen Zollaussetzung auf gewissen textilen Vor- und Zwischenmaterialien haben wir bereits sehr positive Erfahrungen gemacht." Gerade auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise, durch die die Textilunternehmen massive Einbussen erlitten haben, hätte die Abschaffung der Industriezölle zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Stattdessen hat der Nationalrat heute entschieden, nicht auf die Vorlage einzutreten. Eine Verminderung der Bundeseinnahmen sei aufgrund der hohen Ausgaben zur Abfederung der gegenwärtigen Covid-19-Wirtschaftskrise zu unterlassen. Zudem sieht er die Verhandlungsmasse für künftige Freihandelsabkommen in Gefahr und erachtet den Nutzen für die Unternehmen und Konsumentinnen und Konsumenten als zu tief. Swiss Textiles kann diese Argumentation nicht nachvollziehen. Durch eine bessere Wirtschaftsleistung der Unternehmen steigen die Bundeseinnahmen. Unnötige Gebühren und administrative Aufwände hindern die konjunkturelle Erholung und gehören deshalb abgeschafft. Wichtig festzuhalten ist, dass der Industriezollabbau auch zu Einsparungen aufseiten der Bundesverwaltung führt. Da Spezialverfahren, provisorische Zollanmeldungen, Beschwerden, Nachforderungen und Strafverfahren grösstenteils wegfallen würden, wird dadurch auch die Zollverwaltung entlastet.

Auch das Argument zur Schmälerung der Verhandlungsmasse ist nicht stichhaltig. Industriezölle spielen in Verhandlungen heutzutage eine geringere Rolle. Viele potenzielle Verhandlungspartner verfügen bereits über einen reduzierten Zollansatz und ihre Interessen liegen in der Öffnung der Landwirtschaft. Die Wahrheit ist, dass die Schweizer Industrie gegenüber den unbegründeten Ängsten der Landwirtschaft weniger Priorität geniesst. Dabei ist die Landwirtschaft von diesem Vorhaben explizit ausgenommen. "Dass der Nationalrat nicht einmal bereit ist, das Geschäft im Detail zu behandeln und damit eine Schwächung der KMU in Kauf nimmt, ist sehr enttäuschend", gibt Peter Flückiger zu Bedenken. Noch ist die Vorlage aber nicht verloren. Swiss Textiles zieht sein Engagement für die Abschaffung der Industriezölle im Ständerat fort.

Pressekontakt:

Swiss Textiles, Peter Flückiger, Direktor: T: 044 289 79 79 / peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Weiteres Material: https://www.presseportal.ch/de/pm/100053918/100848905 OTS: Swiss Textiles - Textilverband Schweiz, Fédération textile Su isse, Swiss textile federation

Zürich (ots) - In einer heutigen Mitteilung haben die Empa und Swiss Textiles die neusten Entwicklungen zur Produktion von Textilmasken, so genannten Community-Masken in der Schweiz bekannt gegeben. Die Masken, die den Anforderungen der "National COVID-19 Science Task Force" des Bundes entsprechen, werden nun von verschiedenen Unternehmen in der Schweiz produziert und vertrieben.

Zu den ersten Unternehmen, die solche Community-Masken produzieren, gehören die Herisauer Textilveredlungsfirma AG Cilander, die Sticker Forster Rohner AG, Inter-Spitzen AG und Jakob Schlaepfer AG in St. Gallen und die auf Hightech-Gewebe spezialisierte Schoeller Textil AG in Sevelen.

Sie verkaufen die Community-Masken über Händler, aber auch direkt. Damit sich die Bevölkerung auf dem Markt der Textilmasken orientieren kann, lanciert die TESTEX ein Label für Community-Masken. Dieses Label biete der Schweizer Bevölkerung Orientierung auf dem Markt der Textilmasken und die Sicherheit eines optimalen Schutzes nach den Empfehlungen der Science Task Force, so TESTEX.

Der Bericht der Empa und Swiss Textiles: https://www.empa.ch/web/s604/coronamasken Informationen zum Community-Masken-Label der Testex: https://www.presseportal.ch/de/pm/100054007/100847944

Pressekontakt:

Swiss Textiles, Mirjam Matti Gähwiler, Leiterin Kommunikation, mirjam.matti@swisstextiles.ch / Mobile: 076 527 46 08. Weitere Informationen und Bezugsquellen für die Community-Masken der Schweizer Hersteller unter http://www.swisstextiles.ch

Weiteres Material: https://www.presseportal.ch/de/pm/100053918/100847952 OTS: Swiss Textiles - Textilverband Schweiz, Fédération textile Su isse, Swiss textile federation

Zürich (ots) - Seit Wochen arbeiten verschiedene Schweizer Textilunternehmen daran, die Produktion für Schutztextilien in der Schweiz aufzubauen. Gefehlt haben bislang Qualitätsanforderungen, die vor allem Textilmasken, sogenannte "Community"-Masken, erfüllen müssen. Wie der Bund heute informierte, sollen industriell hergestellte Textilmasken den Empfehlungen der Science Task Force Covid entsprechen. Somit können die Schweizer Textilunternehmen ihre Produktion nun starten. Swiss Textiles fordert bei der Beschaffung von Masken die Berücksichtigung von Schweizer Firmen.

Bislang waren weder die Anforderungen an die Masken noch die Abnehmer klar. Dies erschwerte die Planung und Vorbereitung für die Firmen, die sich in dieser Krise neue Absatzwege schaffen könnten. 90 Prozent der Mitglieder von Swiss Textiles haben aufgrund der Corona-Pandemie Kurzarbeit anmelden müssen. Die Umsätze der Firmen sind um durchschnittlich 50 Prozent eingebrochen. "Es kann nicht sein, dass der Bund die Firmen mit Kurzarbeitsmassnahmen unterstützt, sie aber im Regen stehen lässt, wenn sie ihre Produktion umrüsten, um dringend benötige Schutztextilien herzustellen", sagt Swiss-Textiles-Direktor Peter Flückiger. Der Branchenverband fordert vom Bund und erwartet vom Detailhandel, dass bei der Beschaffung von Masken wenn immer möglich Schweizer Hersteller und Händler berücksichtigt werden.

Rückfragen:

Swiss Textiles, Peter Flückiger, Direktor: 078 852 25 24, peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Weiteres Material: https://www.presseportal.ch/de/pm/100053918/100846501 OTS: Swiss Textiles - Textilverband Schweiz, Fédération textile Su isse, Swiss textile federation

Zürich (ots) - Mit Agilität, einem kühlen Kopf und Geduld begegnete die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche dem unberechenbaren Jahr 2019. Trotz einem positiven zweiten Semester verzeichnet die Branche insgesamt ein Exportminus sowohl bei den Textilien wie auch bei der Bekleidung.

«Für die international aufgestellte und stark europaorientierte Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche war es ein beschwerliches und unwägbares Jahr», sagt Swiss-Textiles-Direktor Peter Flückiger. In der ersten Jahreshälfte kam es denn auch zu einer konjunkturellen Abkühlung. Die Bewertungen der Kapazitätsauslastung, der allgemeinen Geschäftslage und des Auftragsbestands fielen empfindlich ab. Die Textil- und Bekleidungsexporte gerieten ins Minus. Grund dafür war einerseits das globale unsichere Umfeld im Zusammenhang mit den Handelskriegen sowie den Zuspitzungen im Nahostkonflikt. Diese Entwicklungen liessen die globale Güternachfrage sinken und drückten damit auf die globale Produktion. Andererseits kriselte es auch in Europa durch Brexit und Deutschlands konjunkturellen Schwierigkeiten, was sich wiederum in einer Abschwächung des Euros ausdrückte.

Ende Sommer fing sich die Branche aber wieder auf und eine Erholungsphase setzte ein. Die Bewertung der allgemeinen Geschäftslage hellte sich ab Juli kontinuierlich auf. Die Kapazitätsauslastung durchbrach im vierten Quartal den Negativtrend. Auch der nach wie vor sehr volatile Auftragsbestand hat sich leicht verbessert. Die Exporte von technischen Textilien befanden sich in der zweiten Jahreshälfte insgesamt wieder im Plus; die Bekleidungsexporte stagnierten und verhinderten eine weitere Verringerung.

Insgesamt verzeichnete die Textil- und Bekleidungsbranche im Jahr 2019 ein Exportminus in der Höhe von 6,6 Prozent bei den Textilien und 3,0 Prozent bei Bekleidung. Zu den wichtigsten Exportdestinationen gehören noch immer die Nachbarländer, das Vereinigte Königreich, die USA und China. Sowohl die Schweizer Textilexporte in die EU als auch die EU-Textilimporte in die Schweiz liegen bei rund 70 Prozent. Allerdings ist zu erwähnen, dass China Italien als zweitwichtigster Textillieferant erstmals von der Spitze verdrängt hat. Die Textileinfuhren aus China liegen bei 239 Millionen Schweizer Franken. Im Bekleidungsbereich führt Asien als grösster Bekleidungslieferant mit 49 Prozent, wohingegen die EU mit 62 Prozent die wichtigste Exportdestination für Schweizer Bekleidung bleibt.

Die Wertschöpfungsprognose mit einem Plus von 1,4 Prozent im Textil- und einem geringen Minus von 0,2 Prozent im Bekleidungssegment deutet darauf hin, dass das schwierige Jahr für die Textil- und Bekleidungsbranche relativ glimpflich ausgegangen ist. «Kraft ihrer Agilität weiss unsere Branche auch kurzfristig günstige Phasen rasch zu nutzen», stellt Präsident Carl Illi fest.

Der aktuelle Konjunkturbericht finden Sie unter www.swisstextiles.ch

Kontakt:

Peter Flückiger, Direktor / T 044 289 79 79 / peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Weiteres Material: https://www.presseportal.ch/de/pm/100053918/100842704 OTS: Swiss Textiles - Textilverband Schweiz, Fédération textile Suisse, Swiss textile federation

Zürich (ots) - Der Ständerat hat in der Wintersession den Gegenvorschlag der Mehrheit der Rechtskommission zur «Initiative für verantwortungsvolle Unternehmen» abgelehnt. Swiss Textiles bedauert diesen Entscheid. Ein politisch guter und in der Unternehmenspraxis umsetzbarer Kompromiss für mehr Nachhaltigkeit ist damit gescheitert.

Die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche ist für das Thema Nachhaltigkeit sehr sensibilisiert und die Unternehmen engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit entlang ihrer Wertschöpfungskette. Swiss Textiles geht davon aus, dass die Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsbranche vonseiten der Politik und internationaler Kunden in den nächsten Jahren noch zunehmen und Vorreiter hinsichtlich Sorgfaltsprüfung belohnt werden.

Der Gegenvorschlag der Mehrheit der Rechtskommission hätte zu wichtigen Verbesserungen der Initiative geführt. So hätte er die Haftung für Unternehmen eingeschränkt und ein Schlichtungsverfahren eingeführt, um willkürliche Klagewellen auf Schweizer Unternehmen zu verhindern. Auch definierte er die Sorgfaltsprüfungspflicht klar und glich sie internationalen Richtlinien an. Swiss Textiles hat sich in der politischen Debatte für diesen Kompromiss eingesetzt, zumal das Grundanliegen der Initiative nachvollziehbar, die Ausgestaltung jedoch besonders für KMU unzumutbar ist.

Mit dem Entscheid des Ständerats, der Empfehlung der Mehrheit seiner Rechtskommission nicht zu folgen, verhinderte er den guten Kompromiss von Wirtschaft und NGOs. Die Initiative kommt nun voraussichtlich im Herbst 2020 an die Urne. Swiss Textiles wird sich im Abstimmungskampf gegen die zu extreme und in der Praxis nicht umsetzbare Unternehmensverantwortungsinitiative aussprechen.

Kontakt:

Peter Flückiger, Direktor Swiss Textiles peter.flueckiger@swisstextiles.ch T: 044 289 79 79

Weiteres Material: https://www.presseportal.ch/de/pm/100053918/100838991 OTS: Swiss Textiles - Textilverband Schweiz, Fédération textile Suisse, Swiss textile federation

Bern/Olten/Zürich (ots) - Die Vertragsparteien des Gesamtarbeitsvertrages für Firmen der Schweizerischen Textil- und Bekleidungsindustrie Unia, Syna und Swiss Textiles haben per 1. Januar 2020 eine Erhöhung der Mindestlöhne um CHF 100 beschlossen. Ein positives Zeichen für die Branche.

Im Herbst 2019 haben die drei Vertragsparteien Unia, Syna und Swiss Textiles über eine allfällige Erhöhung der Mindestlöhne des per 1. Juli 2017 abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrages für Firmen der Schweizeri-schen Textil- und Bekleidungsindustrie diskutiert.

Die Parteien konnten sich nach zähen Verhandlungen dahingehend einigen, dass die Mindestlöhne per 1. Januar 2020 um CHF 100 erhöht werden. Diese Erhöhung dient als Ausgleich der in den letzten zwei Jahren durch die Teuerung gesunkenen Kaufkraft und den gestiegenen Krankenkassenprämien.

Die Erhöhung um CHF 100 entspricht einem Prozentsatz zwischen 2.08 % und 2.85%. Die neuen Mindestlöhne per 1. Januar 2020 sehen wie folgt aus:

Dipl. Techniker/in HF Textil: CHF 4'900.- Facharbeitende EFZ ab 3 J. Berufserfahrung: CHF 4'500.- Facharbeitende EFZ bis 3 J. Berufserfahrung: CHF 4'100.- Facharbeitende mit Attestlehre (EBA: CHF 3'800.- Hilfsarbeitende: CHF 3'600.-

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor Swiss Textiles, peter.flueckiger@swisstextiles.ch (Tel. 044 289 79 31) Irene Darwich, Leiterin Sektor Dienstleistungen Syna, irene.darwich@syna.ch (Tel. 079 758 08 12) Christian Gusset, Branchenleiter Textilindustrie Unia, christian.gusset@unia.ch (Tel. 079 745 15 19) Ivan, Kolak, Industriesekretär, Unia, ivan.kolak@unia.ch (Tel. 079 153 53 18) Serge Gnos, Mediensprecher Unia, serge.gnos@unia.ch (Tel. 079 378 75 04)

Zürich (ots) - Swiss Textiles begrüsst die heute von beiden Räten verabschiedete Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB). Sie führt zu einer Harmonisierung des Beschaffungsrechtes auf nationaler und kantonaler Ebene, verringert den administrativen Aufwand und ermöglicht eine Berücksichtigung sozial und ökologisch nachhaltig produzierter Güter. Ein klarer Fortschritt und eine Chance für die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche.

Bund, Kantone und Gemeinden beschaffen jedes Jahr Güter und Dienstleistungen für rund 40 Milliarden Franken. Ein grosser Teil davon sind Bauaufträge, aber auch für die Textil- und Bekleidungsbranche bieten sich eine Vielzahl von Geschäftsmöglichkeiten: Teppiche und Sitzbezüge für Bus, Bahn und Flugzeuge; Kunstrasen und Sonnensegel für Sportstadien; Schutzbekleidung für Polizei, Armee oder Feuerwehr; medizinische Textilien im Gesundheitswesen. Unsere Branche ist international wettbewerbsfähig, weil sie innovativ ist und mit hohen Nachhaltigkeitsstandards punktet. Tendenziell benachteiligt wurden mit der alten gesetzlichen Grundlage Anbieterinnen, die sozial und ökologisch nachhaltig produzieren. Dies zumal die Umgehung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte sowie Umweltvorschriften oft zu Dumping-Angeboten und damit zum Zuschlag geführt hat. Das revidierte Gesetz stellt nun den öffentlichen Beschaffungsstellen Instrumente zur Verfügung, um solche Marktverzerrungen zu bekämpfen und die richtigen Anreize für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Produktion zu setzen.

«Das revidierte Beschaffungsgesetz führt endlich gleich lange Spiesse für in- und ausländische Firmen ein» freut sich Peter Flückiger, Direktor von Swiss Textiles. Der Branchenverband hat sich seit sechs Jahren für eine bessere Verankerung von sozialen und ökologischen Kriterien engagiert. Dieses Hauptanliegen wurde vom Zweckartikel, über die Teilnahmebedingungen und technischen Spezifikationen bis zu den Zuschlagskriterien berücksichtigt. Dies stets unter Einhaltung der WTO-Verpflichtungen.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor Swiss Textiles, peter.flueckiger@swisstextiles.ch, +41 78 852 25 24

Zürich (ots) - Ab dem 1. Juli 2019 ist die Einfuhr von Garnen, Zwirnen, Geweben und Gestricken in die Schweiz zollfrei. Dies hat der Bundesrat heute entschieden. Damit unterstützt er die Forderung von Swiss Textiles. Die Schweizer Textilunternehmen sparen rund 3 Millionen Franken.

Die Schweizer Textilbranche ist hoch spezialisiert und in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Die Unternehmen sind auf Importe von Vor- und Zwischenmaterialien angewiesen. Deren Beschaffung ist im Vergleich zu anderen Branchen mit hohen Zöllen belastet. Diese verteuern die Produktion und nagen dadurch an der Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Auf Antrag von Swiss Textiles ist am 1. Januar 2016 die Verordnung über die vorübergehende Reduktion von Zollansätzen für Textilien in Kraft getreten. Diese umfasst die Aussetzung der Zölle auf 60 Tarifnummern des Textilbereichs. Hinsichtlich ihrer Tragweite und ihres Ausmasses statuierte der Bundesrat damals ein schweizweit einzigartiges Exempel einer Zollaussetzung.

Für Swiss Textiles war die Zollaussetzung vom 1. Januar 2016 ein wichtiger erster, aber kein ausreichender Schritt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der Branche. Mit 60 von 665 Tarifnummern ist der Deckungsbereich zu gering. Auch erstreckt sich die Zollaussetzung willkürlich über die verschiedenen Produkte. Die Unternehmen müssen in ihrer Beschaffung aber so flexibel wie möglich sein. Eine Weberei, die zur Herstellung von Geweben sehr feine und langfasrige Baumwollgarne einsetzt, kann aus Qualitätsgründen nicht auf die zollbefreiten dickeren und kürzeren Baumwollgarne umstellen. Swiss Textiles forderte daher beim Bundesrat eine breitere Zollaussetzung, insbesondere auf Garne, Gewebe und Gestricke. An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat entschieden, die Zölle der Zolltarifkapitel 50 bis 55 und 60 befristet bis am 31. Dezember 2023 auszusetzen. Gleichzeitig verlängerte er die gegenwärtige Zollaussetzung.

«Die Branche spart mit der zweiten Zollaussetzung zusätzlich rund 3 Millionen Franken pro Jahr», so Jasmin Schmid, Leiterin Wirtschaft und Statistik bei Swiss Textiles. Die Vorteile beschränken sich dabei nicht auf den Wegfall der Einfuhrkosten. Die aufwendigen Zollverfahren wie unter anderem aktiver oder passiver Veredlungsverkehr entfallen künftig für alle Waren der Kapitel 50 bis 55 und 60. Auch das Zollrückvergütungsverbot hat für die vom Zoll ausgesetzten Tarifnummern keine Wirkung mehr. Die präferenziellen Ursprungsnachweise müssen aber in den meisten Fällen nach wie vor beschafft werden.

Das Ziel des Bundesrats ist, die befristete Zollaussetzung durch die ganzheitliche Abschaffung aller Industriezölle per 1. Januar 2022 abzulösen. Dies begrüsst Swiss Textiles, freut sich nun aber erst einmal über das Sommergeschenk.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, Mobile: 078 852 25 24, peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Zürich (ots) - Die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die Exporte von Textilien haben mit 1,3 Milliarden Franken um 1,9 Prozent zugenommen. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die technischen Textilien.

Die Schweizer Textilfirmen sind spezialisiert auf Nischenmärkte und entwickeln, produzieren und handeln mit Spezialitäten. Dies zeigt sich einmal mehr in der Statistik des vergangenen Jahres.

Die Textilimporte in der Höhe von 2 Milliarden Franken haben um 4,5 Prozent zugenommen. Es handelt sich hier um Güter, die in die Schweiz zur Weiterverarbeitung eingeführt und später grösstenteils wieder exportiert werden. Ebenso zugenommen haben die Textilexporte. Mit rund 1,3 Milliarden Franken Textilexporten sind diese um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der grösste Anteil dieser Exporte fällt auf die technischen Textilien, die unter anderem in der Medizin, der Raumfahrt, der Fahrzeugindustrie und der Architektur verwendet werden. Sie sind das Zugpferd der Branche. Die Exporte sind in diesem Bereich um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Im Bekleidungssektor sind sowohl die Importe wie die Exporte gestiegen. Mit Ausfuhren im Wert von fast 1 Milliarde Franken verzeichnet die Branche ein Plus von 21,6 Prozent. Der Wert der importierten Bekleidung betrug bereinigt 5,8 Milliarden Franken und stieg um 8,9 Prozent. Wichtigster Lieferant ist weiterhin China mit rund einem Drittel.

Internationale Unsicherheit durch Protektionismus und Handelskonflikte sind Gift für unsere Branche. Aber auch die Unsicherheit im Ringen der Schweiz mit der EU. Europa ist mit einem Exportanteil von über 70 Prozent mit Abstand der wichtigste Partner. Die Wertschöpfungsketten der Textil- und Bekleidungsbranche sind grenzüberschreitend integriert: Forschung, Entwicklung, Produktion und Verkauf erfolgen in einem System von engen, grenzüberschreitenden Kooperationen. Umso wichtiger sind stabile und vorhersehbare Rahmenbedingungen mit der EU. Swiss Textiles unterstützt das institutionelle Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU daher klar.

«Der Strukturwandel in der Branche macht sich weiter bemerkbar. Die Firmen sind trotz des erfolgreichen Geschäftsjahres noch immer einer starken internationalen Konkurrenz ausgesetzt. Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zentral für die künftige Ausrichtung unserer Branche», sagt Swiss-Textiles-Präsident Carl Illi zu den Entwicklungen der Schweizer Textilwirtschaft.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, T +41 44 289 79 79, peter.flueckiger@swisstextiles.ch


2018-geschaeftsbericht.pdf

Zürich (ots) - Swiss Textiles sieht im Institutionellen Abkommen (InstA) die Chance, die Beziehungen zur EU in den Marktzugangsdossiers zu entpolitisieren und auf das Wesentliche, den barrierefreien, gegenseitigen Marktzugang, zu fokussieren. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen.

Eine gute und enge Beziehung zwischen der Schweiz und der EU ist für den Erfolg der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie essenziell. Rund 70 Prozent des Handels entfallen auf die EU. Unsere Branche beschäftigt 20'000 Personen in der EU und rund ein Viertel unserer Arbeitskräfte in der Schweiz sind EU-Bürger. Schweizer Firmen sind eng in die europäische textile Kette eingebettet. Alternativen zum bilateralen Vertragsnetz eröffnen sich zum jetzigen Zeitpunkt aus unserer Sicht nicht.

Um den bilateralen Weg zu sichern, ist ein institutionelles Rahmenabkommen notwendig. Gegenwärtig herrscht politisches Kräftemessen, dem die Schweiz als kleines Land unterliegt. Ein institutionelles Rahmenabkommen ist im Sinne der Schweiz: Es verpflichtet erstens die EU, der Schweiz in den erfassten Bereichen den vollständigen Zugang zu ihrem Binnenmarkt zu gewähren. Zweitens gewährleistet es die Fortführung und den Ausbau des bilateralen Weges. Und drittens stellt ein institutioneller Rahmen mit dem Streitbeilegungsmechanismus Instrumente zur Verfügung, um sich gegen politische Willkür zu wehren. Es werden Regeln geschaffen und dadurch die Rechtssicherheit erhöht.

Der vorliegende Abkommensentwurf trägt den wichtigsten Forderungen von Swiss Textiles Rechnung. Diese sind die Prüfung der Verhältnismässigkeit von Ausgleichsmassnahmen durch ein Schiedsgericht, die Mitwirkung bei der Rechtsentwicklung und die autonome Überwachung der eingegangenen Verpflichtungen auf eigenem Territorium. Es gibt nur vereinzelt Punkte, für die noch Klärungsbedarf besteht: So regelt der Abkommenstext zum Beispiel nicht, wie «Marktzugangsabkommen» zu definieren sind. Auch bei der Frage der Ausgleichsmassnahmen sowie der Sozialpartnerschaft sind gewisse Präzisierungen wünschenswert.

Themen wie die Koordinierung der Sozialversicherungssysteme und die Unionsbürgerrichtlinie (UBRL) werden mit oder ohne InstA auf die Schweiz zukommen. Zudem ist es unmöglich, heute noch nicht existierende, für die Schweiz sich als allenfalls nachteilig erweisende EU-Bestimmungen vorauszusehen, die gegebenenfalls einmal zu übernehmen wären. Swiss Textiles beurteilt den Abkommensentwurf daher nicht nach Eventualfällen und stellt sich klar hinter den Abschluss des vorliegenden institutionellen Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU.

Die ganze Stellungnahme unter www.swisstextiles.ch

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, peter.flueckiger@swisstextiles.ch Jasmin Schmid, Leiterin Wirtschaft und Statistik, jasmin.schmid@swisstextiles.ch T +41 44 289 79 79

Zürich (ots) - Erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses vor drei Jahren wächst der verarbeitende Schweizer Textilsektor wieder. Besonders erfolgreich sind die Exporte von technischen Textilien. Auch die Bekleidungsexporte verzeichnen trotz der hohen Rückwarensendungen im Onlinehandel ein kräftiges Plus.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie erarbeitete im vergangenen Jahr eine Wertschöpfung von einer Milliarde Schweizer Franken. Erstmals seit zwei Jahren wächst der Textilsektor um 0,8 Prozent. Profitiert hat die Branche vor allem durch eine stärkere Nachfrage nach technischen Textilien, insbesondere durch China und die USA. Die Exporte in dieser Sparte verzeichnen ein Plus von 5,8 Prozent und betragen 578 Millionen Franken. Technische Textilien werden beispielsweise in der Medizin eingesetzt, als künstliche Sehnen oder Bänder, in der Architektur durch kinetische Fassaden, oder als Teppiche und Sitzbezüge für die Luftfahrt. Dem Aufschwung gehen schwierige Jahre voraus.

«Die Firmen haben harte Fitnesskuren vollziehen müssen. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, waren Verlagerungen von Aufträgen und Produktionen ins Ausland notwendig», sagt Swiss-Textiles-Direktor Peter Flückiger. Dies bestätigen auch die Direktinvestitionen, die im Jahr 2016 um 75,3 Prozent zugelegt haben. Investiert wurde vor allem in Europa.

Rückwarensendungen in Milliardenhöhe

Die Bekleidungsexporte haben trotz erneut hoher Rückwarensendungen an die Onlinehändler im EU-Raum zugelegt. Die Bekleidungsexporte beliefen sich auf 790 Millionen Franken, was einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Die sich erholende Währungssituation und die weltweit solide Konjunktur haben den Bekleidungsexporten zu einem Plus verholfen. Die Rückwarensendungen an die Onlinehändler betrugen alleine 1,3 Milliarden Franken und sind gegenüber dem Vorjahr um 57,4 Prozent gestiegen.

Sowohl für Textilien wie für Bekleidung bleibt die EU der wichtigste Absatzmarkt mit 70,2 Prozent respektive 62,2 Prozent.

Sämtliche Zahlen zum Geschäftsgang 2017 der Textil- und Bekleidungsbranche Schweiz finden Sie im Geschäftsbericht 2017.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor T +41 44 289 79 79, peter.flueckiger@swisstextiles.ch


2017-geschaeftsbericht.pdf

Peter Flückiger

Peter Flückiger

Direktor
T: +41 44 289 79 79
peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Mirjam Matti Gähwiler

Mirjam Matti Gähwiler

Leiterin Kommunikation und PR
T: +41 44 289 79 42
M: +41 76 527 46 08
mirjam.matti@swisstextiles.ch