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Interview mit Peter Flückiger: «Zeigen, dass diese Branche eine Zukunft hat».

Zürich (ots) - Swiss Textiles begrüsst die heute von beiden Räten verabschiedete Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB). Sie führt zu einer Harmonisierung des Beschaffungsrechtes auf nationaler und kantonaler Ebene, verringert den administrativen Aufwand und ermöglicht eine Berücksichtigung sozial und ökologisch nachhaltig produzierter Güter. Ein klarer Fortschritt und eine Chance für die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche.

Bund, Kantone und Gemeinden beschaffen jedes Jahr Güter und Dienstleistungen für rund 40 Milliarden Franken. Ein grosser Teil davon sind Bauaufträge, aber auch für die Textil- und Bekleidungsbranche bieten sich eine Vielzahl von Geschäftsmöglichkeiten: Teppiche und Sitzbezüge für Bus, Bahn und Flugzeuge; Kunstrasen und Sonnensegel für Sportstadien; Schutzbekleidung für Polizei, Armee oder Feuerwehr; medizinische Textilien im Gesundheitswesen. Unsere Branche ist international wettbewerbsfähig, weil sie innovativ ist und mit hohen Nachhaltigkeitsstandards punktet. Tendenziell benachteiligt wurden mit der alten gesetzlichen Grundlage Anbieterinnen, die sozial und ökologisch nachhaltig produzieren. Dies zumal die Umgehung grundlegender Arbeits- und Menschenrechte sowie Umweltvorschriften oft zu Dumping-Angeboten und damit zum Zuschlag geführt hat. Das revidierte Gesetz stellt nun den öffentlichen Beschaffungsstellen Instrumente zur Verfügung, um solche Marktverzerrungen zu bekämpfen und die richtigen Anreize für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Produktion zu setzen.

«Das revidierte Beschaffungsgesetz führt endlich gleich lange Spiesse für in- und ausländische Firmen ein» freut sich Peter Flückiger, Direktor von Swiss Textiles. Der Branchenverband hat sich seit sechs Jahren für eine bessere Verankerung von sozialen und ökologischen Kriterien engagiert. Dieses Hauptanliegen wurde vom Zweckartikel, über die Teilnahmebedingungen und technischen Spezifikationen bis zu den Zuschlagskriterien berücksichtigt. Dies stets unter Einhaltung der WTO-Verpflichtungen.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor Swiss Textiles, peter.flueckiger@swisstextiles.ch, +41 78 852 25 24

Zürich (ots) - Ab dem 1. Juli 2019 ist die Einfuhr von Garnen, Zwirnen, Geweben und Gestricken in die Schweiz zollfrei. Dies hat der Bundesrat heute entschieden. Damit unterstützt er die Forderung von Swiss Textiles. Die Schweizer Textilunternehmen sparen rund 3 Millionen Franken.

Die Schweizer Textilbranche ist hoch spezialisiert und in die globalen Wertschöpfungsketten integriert. Die Unternehmen sind auf Importe von Vor- und Zwischenmaterialien angewiesen. Deren Beschaffung ist im Vergleich zu anderen Branchen mit hohen Zöllen belastet. Diese verteuern die Produktion und nagen dadurch an der Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Auf Antrag von Swiss Textiles ist am 1. Januar 2016 die Verordnung über die vorübergehende Reduktion von Zollansätzen für Textilien in Kraft getreten. Diese umfasst die Aussetzung der Zölle auf 60 Tarifnummern des Textilbereichs. Hinsichtlich ihrer Tragweite und ihres Ausmasses statuierte der Bundesrat damals ein schweizweit einzigartiges Exempel einer Zollaussetzung.

Für Swiss Textiles war die Zollaussetzung vom 1. Januar 2016 ein wichtiger erster, aber kein ausreichender Schritt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der Branche. Mit 60 von 665 Tarifnummern ist der Deckungsbereich zu gering. Auch erstreckt sich die Zollaussetzung willkürlich über die verschiedenen Produkte. Die Unternehmen müssen in ihrer Beschaffung aber so flexibel wie möglich sein. Eine Weberei, die zur Herstellung von Geweben sehr feine und langfasrige Baumwollgarne einsetzt, kann aus Qualitätsgründen nicht auf die zollbefreiten dickeren und kürzeren Baumwollgarne umstellen. Swiss Textiles forderte daher beim Bundesrat eine breitere Zollaussetzung, insbesondere auf Garne, Gewebe und Gestricke. An seiner heutigen Sitzung hat der Bundesrat entschieden, die Zölle der Zolltarifkapitel 50 bis 55 und 60 befristet bis am 31. Dezember 2023 auszusetzen. Gleichzeitig verlängerte er die gegenwärtige Zollaussetzung.

«Die Branche spart mit der zweiten Zollaussetzung zusätzlich rund 3 Millionen Franken pro Jahr», so Jasmin Schmid, Leiterin Wirtschaft und Statistik bei Swiss Textiles. Die Vorteile beschränken sich dabei nicht auf den Wegfall der Einfuhrkosten. Die aufwendigen Zollverfahren wie unter anderem aktiver oder passiver Veredlungsverkehr entfallen künftig für alle Waren der Kapitel 50 bis 55 und 60. Auch das Zollrückvergütungsverbot hat für die vom Zoll ausgesetzten Tarifnummern keine Wirkung mehr. Die präferenziellen Ursprungsnachweise müssen aber in den meisten Fällen nach wie vor beschafft werden.

Das Ziel des Bundesrats ist, die befristete Zollaussetzung durch die ganzheitliche Abschaffung aller Industriezölle per 1. Januar 2022 abzulösen. Dies begrüsst Swiss Textiles, freut sich nun aber erst einmal über das Sommergeschenk.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, Mobile: 078 852 25 24, peter.flueckiger@swisstextiles.ch

Zürich (ots) - Die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Die Exporte von Textilien haben mit 1,3 Milliarden Franken um 1,9 Prozent zugenommen. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die technischen Textilien.

Die Schweizer Textilfirmen sind spezialisiert auf Nischenmärkte und entwickeln, produzieren und handeln mit Spezialitäten. Dies zeigt sich einmal mehr in der Statistik des vergangenen Jahres.

Die Textilimporte in der Höhe von 2 Milliarden Franken haben um 4,5 Prozent zugenommen. Es handelt sich hier um Güter, die in die Schweiz zur Weiterverarbeitung eingeführt und später grösstenteils wieder exportiert werden. Ebenso zugenommen haben die Textilexporte. Mit rund 1,3 Milliarden Franken Textilexporten sind diese um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der grösste Anteil dieser Exporte fällt auf die technischen Textilien, die unter anderem in der Medizin, der Raumfahrt, der Fahrzeugindustrie und der Architektur verwendet werden. Sie sind das Zugpferd der Branche. Die Exporte sind in diesem Bereich um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

Im Bekleidungssektor sind sowohl die Importe wie die Exporte gestiegen. Mit Ausfuhren im Wert von fast 1 Milliarde Franken verzeichnet die Branche ein Plus von 21,6 Prozent. Der Wert der importierten Bekleidung betrug bereinigt 5,8 Milliarden Franken und stieg um 8,9 Prozent. Wichtigster Lieferant ist weiterhin China mit rund einem Drittel.

Internationale Unsicherheit durch Protektionismus und Handelskonflikte sind Gift für unsere Branche. Aber auch die Unsicherheit im Ringen der Schweiz mit der EU. Europa ist mit einem Exportanteil von über 70 Prozent mit Abstand der wichtigste Partner. Die Wertschöpfungsketten der Textil- und Bekleidungsbranche sind grenzüberschreitend integriert: Forschung, Entwicklung, Produktion und Verkauf erfolgen in einem System von engen, grenzüberschreitenden Kooperationen. Umso wichtiger sind stabile und vorhersehbare Rahmenbedingungen mit der EU. Swiss Textiles unterstützt das institutionelle Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU daher klar.

«Der Strukturwandel in der Branche macht sich weiter bemerkbar. Die Firmen sind trotz des erfolgreichen Geschäftsjahres noch immer einer starken internationalen Konkurrenz ausgesetzt. Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zentral für die künftige Ausrichtung unserer Branche», sagt Swiss-Textiles-Präsident Carl Illi zu den Entwicklungen der Schweizer Textilwirtschaft.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, T +41 44 289 79 79, peter.flueckiger@swisstextiles.ch


2018-geschaeftsbericht.pdf

Zürich (ots) - Swiss Textiles sieht im Institutionellen Abkommen (InstA) die Chance, die Beziehungen zur EU in den Marktzugangsdossiers zu entpolitisieren und auf das Wesentliche, den barrierefreien, gegenseitigen Marktzugang, zu fokussieren. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen.

Eine gute und enge Beziehung zwischen der Schweiz und der EU ist für den Erfolg der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie essenziell. Rund 70 Prozent des Handels entfallen auf die EU. Unsere Branche beschäftigt 20'000 Personen in der EU und rund ein Viertel unserer Arbeitskräfte in der Schweiz sind EU-Bürger. Schweizer Firmen sind eng in die europäische textile Kette eingebettet. Alternativen zum bilateralen Vertragsnetz eröffnen sich zum jetzigen Zeitpunkt aus unserer Sicht nicht.

Um den bilateralen Weg zu sichern, ist ein institutionelles Rahmenabkommen notwendig. Gegenwärtig herrscht politisches Kräftemessen, dem die Schweiz als kleines Land unterliegt. Ein institutionelles Rahmenabkommen ist im Sinne der Schweiz: Es verpflichtet erstens die EU, der Schweiz in den erfassten Bereichen den vollständigen Zugang zu ihrem Binnenmarkt zu gewähren. Zweitens gewährleistet es die Fortführung und den Ausbau des bilateralen Weges. Und drittens stellt ein institutioneller Rahmen mit dem Streitbeilegungsmechanismus Instrumente zur Verfügung, um sich gegen politische Willkür zu wehren. Es werden Regeln geschaffen und dadurch die Rechtssicherheit erhöht.

Der vorliegende Abkommensentwurf trägt den wichtigsten Forderungen von Swiss Textiles Rechnung. Diese sind die Prüfung der Verhältnismässigkeit von Ausgleichsmassnahmen durch ein Schiedsgericht, die Mitwirkung bei der Rechtsentwicklung und die autonome Überwachung der eingegangenen Verpflichtungen auf eigenem Territorium. Es gibt nur vereinzelt Punkte, für die noch Klärungsbedarf besteht: So regelt der Abkommenstext zum Beispiel nicht, wie «Marktzugangsabkommen» zu definieren sind. Auch bei der Frage der Ausgleichsmassnahmen sowie der Sozialpartnerschaft sind gewisse Präzisierungen wünschenswert.

Themen wie die Koordinierung der Sozialversicherungssysteme und die Unionsbürgerrichtlinie (UBRL) werden mit oder ohne InstA auf die Schweiz zukommen. Zudem ist es unmöglich, heute noch nicht existierende, für die Schweiz sich als allenfalls nachteilig erweisende EU-Bestimmungen vorauszusehen, die gegebenenfalls einmal zu übernehmen wären. Swiss Textiles beurteilt den Abkommensentwurf daher nicht nach Eventualfällen und stellt sich klar hinter den Abschluss des vorliegenden institutionellen Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU.

Die ganze Stellungnahme unter www.swisstextiles.ch

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor, peter.flueckiger@swisstextiles.ch Jasmin Schmid, Leiterin Wirtschaft und Statistik, jasmin.schmid@swisstextiles.ch T +41 44 289 79 79

Zürich (ots) - Erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses vor drei Jahren wächst der verarbeitende Schweizer Textilsektor wieder. Besonders erfolgreich sind die Exporte von technischen Textilien. Auch die Bekleidungsexporte verzeichnen trotz der hohen Rückwarensendungen im Onlinehandel ein kräftiges Plus.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie erarbeitete im vergangenen Jahr eine Wertschöpfung von einer Milliarde Schweizer Franken. Erstmals seit zwei Jahren wächst der Textilsektor um 0,8 Prozent. Profitiert hat die Branche vor allem durch eine stärkere Nachfrage nach technischen Textilien, insbesondere durch China und die USA. Die Exporte in dieser Sparte verzeichnen ein Plus von 5,8 Prozent und betragen 578 Millionen Franken. Technische Textilien werden beispielsweise in der Medizin eingesetzt, als künstliche Sehnen oder Bänder, in der Architektur durch kinetische Fassaden, oder als Teppiche und Sitzbezüge für die Luftfahrt. Dem Aufschwung gehen schwierige Jahre voraus.

«Die Firmen haben harte Fitnesskuren vollziehen müssen. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, waren Verlagerungen von Aufträgen und Produktionen ins Ausland notwendig», sagt Swiss-Textiles-Direktor Peter Flückiger. Dies bestätigen auch die Direktinvestitionen, die im Jahr 2016 um 75,3 Prozent zugelegt haben. Investiert wurde vor allem in Europa.

Rückwarensendungen in Milliardenhöhe

Die Bekleidungsexporte haben trotz erneut hoher Rückwarensendungen an die Onlinehändler im EU-Raum zugelegt. Die Bekleidungsexporte beliefen sich auf 790 Millionen Franken, was einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Die sich erholende Währungssituation und die weltweit solide Konjunktur haben den Bekleidungsexporten zu einem Plus verholfen. Die Rückwarensendungen an die Onlinehändler betrugen alleine 1,3 Milliarden Franken und sind gegenüber dem Vorjahr um 57,4 Prozent gestiegen.

Sowohl für Textilien wie für Bekleidung bleibt die EU der wichtigste Absatzmarkt mit 70,2 Prozent respektive 62,2 Prozent.

Sämtliche Zahlen zum Geschäftsgang 2017 der Textil- und Bekleidungsbranche Schweiz finden Sie im Geschäftsbericht 2017.

Kontakt: Peter Flückiger, Direktor T +41 44 289 79 79, peter.flueckiger@swisstextiles.ch


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Peter Flückiger

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Mirjam Matti Gähwiler

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