Peter Flückiger — 22.04.2020

Seit Wochen arbeiten verschiedene Schweizer Textilunternehmen daran, die Produktion für Schutztextilien in der Schweiz aufzubauen. Gefehlt haben bislang Qualitätsanforderungen, die vor allem Textilmasken, sogenannte «Community»-Masken, erfüllen müssen. Wie der Bund heute informierte, sollen industriell hergestellte Textilmasken den Empfehlungen der Science Task Force Covid entsprechen. Somit können die Schweizer Textilunternehmen ihre Produktion nun starten. Swiss Textiles fordert bei der Beschaffung von Masken die Berücksichtigung von Schweizer Firmen.

Bislang waren weder die Anforderungen an die Masken noch die Abnehmer klar. Dies erschwerte die Planung und Vorbereitung für die Firmen, die sich in dieser Krise neue Absatzwege schaffen könnten. 90 Prozent der Mitglieder von Swiss Textiles haben aufgrund der Corona-Pandemie Kurzarbeit anmelden müssen. Die Umsätze der Firmen sind um durchschnittlich 50 Prozent eingebrochen. «Es kann nicht sein, dass der Bund die Firmen mit Kurzarbeitsmassnahmen unterstützt, sie aber im Regen stehen lässt, wenn sie ihre Produktion umrüsten, um dringend benötige Schutztextilien herzustellen», sagt Swiss-Textiles-Direktor Peter Flückiger. Der Branchenverband fordert vom Bund und erwartet vom Detailhandel, dass bei der Beschaffung von Masken wenn immer möglich Schweizer Hersteller und Händler berücksichtigt werden.

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