Liliane Sieber — 21.04.2021

Verschiedene Branchenverbände, Unternehmen und staatliche Akteure haben sich zum Verein «Swissness Enforcement» zusammengeschlossen, um künftig koordiniert im Ausland gegen die missbräuchliche Verwendung von Schweizer Herkunftsangaben vorzugehen.

Ein Schweizerkreuz auf dem Zifferblatt, die Schweizerfahne auf der Verpackung von Bettwäsche oder «Suisse» im Firmennamen – dieses Vorgehen ist im Ausland meist so einfach wie lohnend. Für viele Konsumentinnen und Konsumenten verfügt die Schweiz über einen hervorragenden Ruf und steht als Sinnbild für Qualität und Sicherheit. Sie sind deshalb bereit, für die vermeintlich schweizerische Herkunft einen Aufpreis zu bezahlen. Doch häufig ist nicht Schweiz drin, wo Schweiz draufsteht. Akteure, die keinen Bezug zur Schweiz haben, sollen die Marke Schweiz daher nicht verwenden dürfen.

Trittbrettfahrer spielen die Karte Swissness, ohne die damit verbundenen Kriterien zu erfüllen. Sie täuschen die Kundschaft und schaden der Marke Schweiz. Dies wiederum schadet den in der Schweiz produzierenden Unternehmen, weil der herkunftsbezogene Wettbewerbsvorteil dadurch in Gefahr gerät. Exporteure von Produkten können im Ausland den «added value» nicht nutzen, wenn dort Schweizer Herkunftsangaben ohne Einschränkung verwendet werden. Da die Swissness ein wirtschaftlich relevanter Faktor ist, haben nun die wichtigsten Akteure den Verein «Swissness Enforcement» gegründet. Swiss Textiles ist ebenfalls Gründungsmitglied.

Die Zusammenarbeit im Verein ermöglicht neben der Effizienzsteigerung auch ein abgestimmtes Verhalten in der Verteidigung der Marke Schweiz. Zudem profitieren die Mitglieder vom Netzwerk der Schweizer Eidgenossenschaft im Ausland.

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Liliane Sieber

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