Die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche entwickelt die textilen Lösungen von morgen. Sie verbindet Forschung, Entwicklung, Design, Produktion, Handel und Kreislaufwirtschaft zu einem international führenden Kompetenzzentrum. Ihre KMU stehen für Innovation, Spezialisierung und unternehmerisches Know-how – von Hightech-Anwendungen in Medizin, Mobilität und Industrie bis zu nachhaltigen Materialien und hochwertigen Konsumgütern. Gerade diese Vielfalt verleiht der Branche ihre besondere Stärke und macht sie zu einem bedeutenden Akteur mit weltweitem Impact.

Einzigartiger Ideenreichtum, hochstehende Qualität und unverwechselbare Produkte bilden die Basis für die international erfolgreich tätigen Schweizer Textilunternehmen.

Wertschöpfungskreislauf

Die textile Wertschöpfung kann als Kreislauf verstanden werden, der den gesamten Lebenszyklus eines Textilprodukts umfasst. Denn bis ein fertiges Produkt entsteht, durchläuft es mehrere Herstellungsstufen, bevor es zum Endkonsumenten, zur Endkonsumentin gelangt. Es ist eine Abfolge von zahlreichen Arbeitsschritten mit Ressourcen, beteiligten Produzenten, Zulieferer, Zulieferinnen, Konfektionäre, Konfektionärinnen, Logistik- und Handelsunternehmen entlang eines globalen Wertschöpfungskreislaufs.

2026 Wertschoepfungskreislauf DE gemini

Textilien begegnen uns überall im täglichen Leben. Nicht nur in Form von Kleidung, auch Teppiche, Sitzbezüge, medizinische Produkte, Filter für Smartphones, Leichtbauteile in der Fahrzeugindustrie oder Dämmstoffe in Bauten sind alle aus Fasern, Garnen und textilen Flächen hergestellt.

1. Ressourcen

Der Wertschöpfungskreislauf beginnt bei den Ressourcen – dem Anbau natürlicher Fasern wie Baumwolle oder Wolle sowie der Entwicklung und Produktion synthetischer oder zellulosischer Fasern.

2. Design, Forschung & Entwicklung

Der Design-Schritt schliesst neben der Produkteentwicklung auch die Forschung und Innovation mit ein. Bereits hier werden wesentliche Weichen für die Kreislauffähigkeit eines Produkts gestellt. Das geschieht etwa durch die Materialwahl, Aufbau, oder indem man eine spätere Wiederverwendung und das Recyclings mit einbezieht.

3. Produktion

Zur Produktion gehören sämtliche Verarbeitungsschritte - vom Spinnen, Stricken, Weben und Veredeln bis hin zur Konfektionierung.

4. Retail

Unter Retail werden sämtliche Vertriebs- und Logistikprozesse zusammengefasst, sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich sowie im stationären und digitalen Handel.

5. Konsum

Der zweitletzte Schritt beschreibt die Nutzung der Produkte durch Geschäfts- oder Privatkundinnen und -kunden.

6. End of Life

Der Kreislauf endet mit dem Schritt End of Life, in dem Textilien gesammelt, sortiert und je nach Qualität wiederverwendet, recycelt oder anderweitig verwertet werden. Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ist es, möglichst viele Materialien nach ihrer Nutzung wieder als Rohstoffe in den Wertschöpfungskreislauf zurückzuführen und so den Bedarf an Primärressourcen zu senken.