Café Europe — 29.07.2026

Die Calida-Gruppe hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz gemacht und einen Verlust von 0,6 Millionen Franken geschrieben. Dies obwohl sie ihre Profitabilität verbessern konnte. Der Wäschehersteller zieht jetzt Reissleine: Er verkauft die Marke Cosabella und verzichtet auf das angekündigte Aktienrückkaufprogramm.

Die auf Nacht- und Unterwäsche spezialisierte Calida-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 93,7 Millionen Franken erzielt. Bild: zVg/CALIDA Holding AG
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(CONNECT) Der Wäschehersteller Calida hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 93,7 Millionen Franken erzielt. Das sind 7,9 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Dem gegenüber verdoppelte sich das bereinigte EBITDA gemäss Mitteilung auf drei Millionen Franken, während das Betriebsergebnis (EBIT) von -1,8 auf -0,3 Millionen Franken anstieg.

Trotzdem bleibt es ein schwacher Trost: Nachdem die Gruppe einen Gewinn von 0,9 Millionen im Vorjahressemester einfuhr, resultierte ein Verlust von 0,6 Millionen Franken. Der Gewinn ging auf den Verkauf eines Fabrikgebäudes zurück.

Lingeriemarke nach New York verkauft

Der Umsatz der amerikanischen Lingeriemarke Cosabella brach um 36,6 Prozent von 6,8 auf 4,3 Millionen Franken ein. Die Calida-Gruppe zieht nun Konsequenzen daraus und verkauft die Marke an die New Yorker Crown Brands Group. Über den Kaufpreis schweigen die Parteien. Mit dem Verkauf will sich die Calida-Gruppe auf ihre Kernmarken Calida und Aubade konzentrieren und ihre Konzernstruktur vereinfachen.

Die Schweizer Kultmarke machte im ersten Halbjahr 62,7 Millionen Franken Umsatz (-5,0 Prozent). Aubade setzte 26,7 Millionen Franken um (-7,8 Prozent). Calida verbesserte die Bruttomarge im Direktvertrieb, Aubade steigerte den E-Commerce-Umsatz knapp zweistellig.

«Mit gezielten Massnahmen in Organisation, Produktentwicklung und Markenkommunikation hat die Calida Group ihre Effizienz erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit von Calida und Aubade weiter gestärkt», sagt Gruppen-CEO Thomas Stöcklin.

Calida rechnet mit Shopping-Unlust

Der Verwaltungsrat verzichtet zudem auf das angekündigte Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Prozent des Aktienkapitals. Er begründet dies mit der strategischen Überprüfung sowie dem Wunsch, die finanzielle Flexibilität zu erhalten.

Für das Gesamtjahr bestätigt die international aktive Gruppe mit Sitz in Oberkirch das Ziel einer operativen EBIT-Marge von mehr als 6 Prozent, rechnet jedoch weiterhin mit einer verhaltenen Konsumentenstimmung in den Kernmärkten. ce/as

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