Vom Sammeln zum Kreislauf: Der Nationalrat unterstützt die Schaffung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine schweizweite Branchenlösung.
Die Schweizer Textilbranche will den nächsten Schritt machen: vom Sammelsystem zum Kreislaufsystem. Dafür braucht es die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der Nationalrat hat dafür in der Herbstsession ein starkes Signal gesetzt.
Am 23. September hat der Nationalrat die Motion Sauter «Wirksames Recycling von Textilien» mit 137 zu 50 Stimmen bei 5 Enthaltungen angenommen. Damit ist ein wichtiger Schritt gemacht, um die Grundlage für eine von der Branche organisierten und finanzierten Kreislauflösung für Textilien zu schaffen.
Mit Fabric Loop hat die Branche bereits die Vorarbeit für eine solche nationale Lösung geleistet. Ziel ist es, Sammlung, Sortierung und Faser-zu-Faser-Recycling zusammenzuführen und so textile Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Damit dies funktioniert, müssen sich alle Unternehmen beteiligen, die Textilien auf dem Schweizer Markt in Verkehr bringen – auch ausländische Anbieter und Online-Plattformen. Eine rein freiwillige Lösung kann dies nicht gewährleisten. Deshalb bedarf es einer gesetzlichen Grundlage, die gleiche Rahmenbedingungen für alle schafft.
Swiss Textiles hat sich im Vorfeld der Herbstsession in zahlreichen Gesprächen mit Politik, Verbänden und Unternehmen für die Motion eingesetzt. Auch der Bundesrat hatte deren Annahme empfohlen.
Für Swiss Textiles steht fest: Die Schweiz verfügt über ein etabliertes Sammelsystem. Nun gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen, um daraus ein funktionierendes Kreislaufsystem zu entwickeln. Mit dem Entscheid des Nationalrats ist ein wichtiger Schritt gemacht. Als Nächstes wird sich der Ständerat mit der Motion befassen.
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