Gherzi und das International Cotton Advisory Committee (ICAC) haben eine umfassende Studie zum indischen Baumwollsektor erstellt. Die Studie setzt sich für die Aufhebung der indischen Einfuhrzölle auf Baumwolle sowie die Verbesserung der Faserqualität ein.
(CONNECT) Die Zürcher Unternehmensberatung Gherzi Textil Organisation und das International Cotton Advisory Committee (ICAC) haben laut einer Mitteilung eine Studie zur Baumwollindustrie in Indien verfasst.
Sie untersucht die strukturellen Dynamiken, die die Baumwollproduktion, Preisgestaltung, Handelspolitik und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten textilen Wertschöpfungskette prägen. Dabei hebt sie insbesondere die negativen Auswirkungen des indischen Einfuhrzolls von elf Prozent auf Baumwolle hervor.
Die Studie unterstützt einen planbaren Zugang zu importierter Baumwolle während Versorgungsengpässen, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Textil- und Bekleidungssektors in Indien zu sichern. Zudem empfiehlt sie, die Faserqualität zu verbessern und die Bedingungen des Inlandsmarktes an globale Standards anzugleichen. Dies fördere sowohl die Existenzgrundlage der Landwirte als auch das Wachstum der Branche.
Die Studie empfiehlt unter anderem, der Cotton Corporation of India (CCI) als zentrale Institution zu erlauben, Baumwolle zu international wettbewerbsfähigen Preisen an Spinnereien zu liefern. Gleichzeitig soll die CCI prüfen, ob die Anlage eines strategischen Lagerbestands für etwa drei Monate des Baumwollverbrauchs sinnvoll ist. Damit sollen Preisschwankungen abgefedert werden.
Den Bericht veröffentlicht hat die Confederation of Indian Textile Industry (CITI): «Der Gherzi-ICAC-Bericht bietet den Beteiligten einen detaillierten und umsetzbaren Fahrplan, um das ambitionierte Ziel von 350 Milliarden Dollar für die Textil- und Bekleidungsindustrie bis 2030 zu erreichen», erklärt Shri Ashwin Chandran, Vorsitzender der CITI, in der Mitteilung.
Erforderlich für die Stabilisierung der Baumwollpreise sei zudem ein institutioneller Mechanismus, um die Auswirkungen von Preisspekulationen auf die Wertschöpfungskette zu reduzieren. ce/nta
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