Mirjam Matti / az — 01.09.2026

An der Première Vision 2026 in Paris hat Swiss Textiles mit dem Dachverband der europäischen Textilwirtschaft Euratex erneut einen gemeinsamen Apell verabschiedet. Wie letztes Jahr fordern Europas Textilverbände von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten gerechte Regeln für alle. Mit Billigmode überschwemmen Online-Plattformen aus Drittstaaten den Schweizer und europäischen Markt. Das hat gravierenden Folgen für Gesellschaft und Umwelt.

Swiss Textiles an der Première Vision 2026

Foto durchs Handy
Gruppenfoto
Praesident Euratex Mario Jorge Machado
Peter im Gespraech

Auch dieses Jahr ist Swiss Textiles an die Première Vision nach Paris gereist. Dort steht er gemeinsam mit dem Dachverband der europäischen Textilwirtschaft Euratex erneut für faire Wettbewerbsbedingungen und sichere Produkte in Europa ein, unabhängig davon, wo Konsumentinnen und Konsumenten ihr Produkt kaufen – im Geschäft oder über eine Onlineplattform.

Denn allein 2024 gelangten 4.5 Milliarden Pakete mit Billigmode aus Asien in die EU – oft produziert unter Missachtung von Umwelt-, Sozial- und Sicherheitsstandards. Die Folgen: Überproduktion, mehr Abfall, Risiken für Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Unterwanderung von Markenrechten.

In einem gemeinsamen Joint Statement an die Adresse der EU-Behörden fordern Swiss Textiles und Euratex deshalb erneut:

  • mehr Verantwortung für Onlineplattformen
  • wirksame Kontrollen ohne Schlupflöcher wie etwa Gesamtwarenlager
  • abgestimmte Paketgebühren: Auch die Schweiz sieht im Rahmen der Teilrevision des Produktesicherheitsgesetz Gebühren vor und setzt sich für eine gegenseitige Anerkennung der Systeme ein.
  • möglichst wenig zusätzliche Bürokratie für regelkonforme Unternehmen

Forderungen schon 2025 gestellt

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Swiss Textiles und Euratex zusammen für faire Wettbewerbsbedingungen und praktikable Lösungen einsetzen. Bereits 2025 versammelten sie sich mit 20 nationalen Mitgliedern in Paris, um die EU-Kommission sowie die Mitgliedstaaten zum raschen Handeln aufzurufen. Dazu gehören etwa Anpassungen des Zollkodex, zur Aufhebung von Freigrenzen und zur Einführung von Gebühren für Kleinsendungen.

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Peter Flückiger

Peter Flückiger

Vorsitzender der Geschäftsleitung
T: +41 44 289 79 31
peter.flueckiger@swisstextiles.ch

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