Café Europe — 14.09.2026

Nikin reist zum zehnjährigen Jubiläum nach Kenia und Uganda. Das Team der nachhaltigen Modemarke verfolgt dort zwei thematische Schwerpunkte: Die Aufforstung, die es bisher mit fast 3 Millionen Bäumen unterstützt hat, und den Umgang mit Alttextilien aus dem globalen Norden.

NIKIN besucht anlässlich des zehnjährigen Bestehens mit einem kleinen Team verschiedene Projekte in Kenia und Uganda. Bild: NIKIN
Csm 2019 04 COLORADO DP 208 d3fdd51a57

(CONNECT) Die Nikin-Gründer Nicholas Hänny und Robin Gnehm reisen anlässlich des zehnjährigen Bestehens mit einem kleinen Team nach Kenia und Uganda. Die Tour ist vom 27. September bis zum 6. Oktober geplant. Dabei geht es laut einer Mitteilung des Aarauer Unternehmens um zwei Themenkomplexe: Wiederaufforstung und Umgang mit gebrauchter Kleidung aus dem globalen Norden.

Von Anfang an hat das Swiss Textiles-Mitglied für jedes verkaufte Produkt einen Baum gepflanzt. Mittlerweile sind es fast 3 Millionen. «Aber nach zehn Jahren wollen wir nicht einfach eine Zahl feiern», wird Hänny zitiert. «Wir wollen sehen, was daraus vor Ort geworden ist und gleichzeitig dort hinschauen, wo es für unsere Branche unangenehmer wird: Was passiert eigentlich mit Kleidung, wenn wir sie nicht mehr wollen?»

Nächster Halt: Wälder und Mülldeponien

So besucht Nikin mit der Aufforstungsorganisation One Tree Planted und der von Frauen geführten, gemeinnützigen Wezesha Community Based Organization verschiedene Projekte in Kenias Mau-Wald. Über eine Kreislaufwirtschaftsinitiative für Textilien und andere Materialien nahe Dandora, eine der grössten unregulierten Mülldeponien Afrikas in Nairobi, führt die Reise weiter nach Uganda.

Wie aus Secondhand Luxusteile werden

In der Hauptstadt Kampala trifft der Brand den Designer Bobby Kolade. Sein Modelabel Buzigahill kauft Secondhand-Kleidung aus dem globalen Norden auf dem Owino Market, wertet sie zu Luxus-Fashion seiner Kollektion Return To Sender auf und liefert sie zurück in die Länder, aus denen sie stammen.

«Genauer hinschauen und lernen»

Das Pflanzen von Bäumen bleibe zentraler Teil von Nikin, so Hänny. «Gleichzeitig wollen wir in den nächsten Jahren viel stärker darüber sprechen, wie Produkte entstehen, wie lange sie genutzt werden und was danach mit ihnen geschieht. Wir reisen nicht nach Kenia und Uganda, weil wir bereits alle Antworten kennen. Wir reisen hin, weil wir genauer hinschauen und lernen wollen.» Medienvertreterinnen und -vertreter sind zu dieser Reise eingeladen. ce/mm

Artikel zum Thema