Die Bäumlin & Ernst AG ist mit einem Innovation Award 2026 an der Techtextil 2026 ausgezeichnet worden. Das Unternehmen erhielt den Preis in der Kategorie New Concept für ein Verfahren, das PFAS-freies Garn entwickelt. Das Projekt ging aus dem Netzwerk Swiss Textiles und der Empa hervor.
(CONNECT) Die Bäumlin & Ernst AG (Beag) aus Wattwil hat den Innovation Award an der Techtextil 2026 gewonnen. Die internationale Leitmesse für technische Textilien ist vergangenen Freitag in Frankfurt zu Ende gegangenen. Der Garnhersteller hat den Preis für das Verfahren EC0Tex in der Kategorie New Concept erhalten.
Dabei wird Trockenplasma jedes Einzelfilament eines Garns mit einer hauchdünnen Organosilicium-Schicht umhüllt. Das neue Verfahren kommt ohne PFAS aus, wenn es die Garne veredelt. Diese sind auch als Ewigkeitschemikalien bekannt und gelten als gesundheitsgefährdend. Der Prozess lässt Textilien ebenso schnell trocknen und Wasser abweisen wie eine herkömmliche Herstellung.
«EC0Tex zeigt, dass eine nanometerdünne Plasmaschicht genügt, um Leistungseigenschaften zu erreichen, die bisher PFAS vorbehalten waren», sagt Beag-CEO Bernd Schäfer. Mit dem Projekt zeigten sie, wie nachhaltige Hochleistungstextilien marktreif würden, durch enge Zusammenarbeit von Forschung und Industrie.
Entwickelt wurde es gemeinsam mit der Gruppe um Dirk Hegemann vom Advanced Fibers-Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in St.Gallen im Rahmen von Subitex. Dabei handelt es sich um das Netzwerk von Swiss Textiles und der Empa. Mitgearbeitet haben darüber hinaus die Seilfabrik Ullmann AG und Lothos aus dem baslerischen Lampenberg sind ausserdem an dem Projekt beteiligt.
Im kommenden Jahr wollen die Kooperationspartner Lothos und Seilfabrik Ullmann Produkte auf den Markt bringen, die mit dem EC0Tex-Verfahren hergestellt wurden. ce/ww, az
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