Café Europe — 19.10.2026

Die Gründer von Nikin sind anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums nach Kenia und Uganda gereist. Dort gingen Nicholas Hänny und Robin Gnehm dem Umgang mit Alttextilien aus dem globalen Norden nach. Ihre Eindrücke präsentieren sie am 24. Oktober an ihrem Hauptsitz.

Die NIKIN-Gründer Nicholas Hänny und Robin Gnehm im Austausch mit Bobby Kolade, dem Gründer von Buzigahill (v.l.n.r.). Bild: Samuel Wetter/NIKIN AG
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(CONNECT) Nicholas Hänny und Robin Gnehm sind anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Nikin mit einem kleinen Team nach Kenia und Uganda gereist. Dort gingen die Gründer der nachhaltigen Modemarke der Frage nach, was mit Kleidung aus dem globalen Norden geschieht, die nicht mehr getragen wird.

Ihre Eindrücke aus einer Mülldeponie in Nairobi, einem Second-Hand-Markt in Kampala und beim Upcycling-Label Buzigahill haben Hänny und Gnehm gezeigt, «wie eng Überkonsum, Lebensgrundlagen und neue Geschäftsmodelle miteinander verbunden sind», schreiben sie in einer Mitteilung zur Reise.

Tragbare Kleidung im Müll

Der Besuch auf der Dandora-Mülldeponie in der Hauptstadt Kenias gehörte zu den eindrücklichsten Erfahrungen der gesamten Reise. Zwischen brennenden Müllbergen haben die Gründer auch noch tragbare Kleidung gesehen. Die Organisation Dandora Green sammelt diese und verarbeitet sie zu neuen Textilien.

«Secondhand ist für viele Menschen eine Lebensgrundlage»

Auf dem Owino-Markt in Kampala wird Altkleidung aus unterschiedlichen Teilen der Welt repariert, angepasst und wieder verkauft. Hier hätten die die beiden gesehen, «wie viel Arbeit und Können in der weiteren Nutzung von Kleidung steckt», wird Hänny in der Mitteilung zitiert. «Secondhand ist für viele Menschen eine Lebensgrundlage.» Beim Modelabel Buzigahill werden Secondhand-Textilien zerlegt und zu neuen Kleidungsstücken verarbeitet. Ein Teil davon geht zurück in den globalen Norden.

«Wir kamen motiviert und inspiriert zurück, aber auch nachdenklich», gibt Hänny zu. Für ihn gehe die Verantwortung über den Verkauf der Produkte hinaus: «Wir müssen stärker berücksichtigen, wie lange Kleidung getragen werden kann und was danach mit ihr geschieht». Aus der Reise nach Nairobi und Uganda ist eine Video-Dokumentation entstanden. Das Swiss Textiles-Mitglied wird sie am 24. Oktober in Aarau im Rahmen des Tree Fests zum zehnjährigen Firmenjubiläum erstmals zeigen. ce/hs, az

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