(CONNECT) Swiss Fair Trade, die Plattform für fairen Handel und Nachhaltigkeit, hat zum dritten Mal den Fair Fashion Award für die Textilbranche verliehen. In diesem Jahr stand dabei die Frage nach fairer Arbeit im Mittelpunkt, informieren die Veranstaltenden in einer Mitteilung. Unter rund 40 Kandidaten wurde je ein Hauptpreis mit einem Preisgeld von 20'000 Franken in den Kategorien Etabliert und Aufstrebend vergeben.
In der Kategorie Etabliert konnte sich die Allianz Naturaline von Coop, bioRe Stiftung und Remei durchsetzen. Hier wird Baumwolle aus Indien und Tansania in der Schweiz verarbeitet und verkauft. Den Anbauenden wird dabei die Abnahme ihrer Bio-Baumwolle und eine Prämie über den Marktpreis hinaus garantiert. „Die Allianz macht Menschen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichtbar“, wird Iris Delruby Ruprecht, Präsidentin von Fashion Revolution Schweiz und Mitglied der Fachjury, in der Mitteilung zitiert. „Nicht als Opfer. Nicht als Empfänger von Hilfe. Sondern als Partner in einem wirtschaftlichen Prozess.“
Den Preis in der Kategorie Aufstrebend konnte Moya Kala entgegennehmen. Das Modelabel ist aus dem Engagement der Gründerinnen Claudine Tanner und Sabina Gasser für Frauenrechte entstanden. Die Produkte von Moya Kala werden in einem Familienbetrieb im bulgarischen Varna hergestellt. „Was mich an Moya Kala besonders beeindruckt, ist der Feminismus, der hinter dem Unternehmen steht. Nicht als Marketingstrategie, sondern als unternehmerische Grundhaltung“, erklärt Yannik Zamboni, Modedesigner und Mitglied der Fachjury. „Denn wirtschaftliche Unabhängigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Frauen selbst bestimmt leben können.“ ce/hs