Café Europe — 31.07.2026

Bieri Tenta hat mit einer Metallbaufirma für den Zürcher Raumfahrtkonzern Beyond Gravity ungewöhnliche Containeranlagen mit anspruchsvoller Planenabdeckung gefertigt. Darin werden sensible Teile der Nutzlastverkleidung für die Ariane 6-Rakete der ESA transportiert. Auftraggeberin und Ziel blieben derweil zunächst geheim.

Bieri Tenta hat einen Auftrag für Beyond Gravity abgewickelt. Bild: zVg/Bieri Tenta AG
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(CONNECT) Bieri Tenta hat einen Auftrag für Beyond Gravity (ehemals RUAG Space) abgewickelt. Als anspruchsvoll schildert das Swiss Textiles-Mitglied in einem Bericht die Anforderungen für die Containeranlagen samt Abdeckung: einfache und schnelle Montage und Demontage, schneesichere Konstruktion sowie Transportierbarkeit per Lastwagen und Schiff. Gemeinsam mit einem weiteren Projektpartner aus Grosswangen entwickelte es verschiedene Lösungsansätze bis zur konkreten Ausführungsplanung weiter.

Beyond Gravity als überraschender Endkunde

Wer hinter dem Auftraggeber steckt, war allerdings nicht von Beginn an klar und kam erst im weiteren Verlauf der Abwicklung heraus. Auch staunte Bieri nicht schlecht, als es erfuhr, wofür die Container vorgesehen waren: Sie sollten die beiden Teile einer Nutzlastverkleidung für die Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) verladen. Also jener schützenden Hülle an der Spitze der Rakete, die sensible Fracht wie Satelliten oder Raumsonden während des Starts vor extremen Belastungen schützt.

Die Container wurden danach per Sondertransport zum Hafen in Basel gebracht. «Von dort aus geht es per Schiff weiter», heisst es in der Mitteilung, «beispielsweise nach Amerika oder Japan».

Mehrere Teams im geheimen Projekt involviert

Die Container verfügen über spezielle Eigenschaften: Innerhalb weniger Stunden nach der Ankunft können sie zurückgebaut und platzsparend in Standard-Schiffscontainern wieder zu Beyond Gravity ins luzernische Emmen transportiert werden.

Beteiligt waren an dem zunächst geheimen Projekt zahlreiche Bieri-Teams aus mehreren Abteilungen. Dieses Projekt zeige darum, «wie durchdachte Konstruktionen nicht nur schützen, sondern auch ganze Transportketten effizienter machen und sogar den Weg ins All ermöglichen». ce/mm

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