Swiss Textiles, die Empa St. Gallen sowie Armasuisse haben mit weiteren Partnern zwei neue Instrumente entwickelt, die die Innovation in der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche fördern sollen. Während der Forschungsradar die Verbandsmitglieder regelmässig über ausgeschriebene Projekte in der Schweiz und in der EU informiert, unterstützt der «Def Tex Cluster» sie dabei, aus ihren Innovationen marktfähige Produkte zu machen. Vergangene Woche feierten die Partner in Dübendorf die Lancierung. |
Seit Donnerstag ist es nun offiziell: Letzte Woche haben Swiss Textiles und dessen Partner in Dübendorf zwei neue Instrumente ins Leben gerufen, die Innovationen von Schweizer Textil- und Bekleidungsunternehmen vorantreiben sollen.
Mit einem Forschungsradar wird die Empa St. Gallen diese zukünftig über aktuelle Projektausschreibungen auf dem Laufenden halten. Sie schätzt die Chancen und Möglichkeiten der Ausschreibung von Innosuisse und EU-Horizon exklusiv für Swiss Textiles Mitglieder ein. Gleichzeitig wird sie diese bei der Konsortiumsbildung unterstützen. Die Themen sind breit abgestützt. Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des Forschungsradars stehen Dual-Use-Technologien.
Während textile Forschung in der Schweiz bereits Erfolge verzeichnen kann, hapert es teilweise noch bei der Umsetzung marktfähiger Produkte. Mit der Gründung des Def Tex Cluster wollen die Partnerorganisationen Swiss Textiles, die Empa St. Gallen, Fachhochschule OST, Armasuisse sowie der Switzerland Innovation Park OST den Unternehmen unter die Arme greifen.
Ziel ist es, textile Innovationen aus dem Verteidigungsbereich (Dual Use) und von Forschungspartnern mit den Kompetenzen anderer Branchen zu verbinden. Die Unternehmen werden bei der Entwicklung eines tragenden Business Case begleitet. Der Cluster wird am Switzerland Innovation Park OST aufgebaut und von den Gründungspartnern finanziell unterstützt.
Der Def-Tex-Cluster will insbesondere KMU stärken und dabei helfen, die kritische Lücke zwischen Prototyp und marktreifem Produkt zu schliessen. Dies soll über gemeinsame Infrastrukturen, einen koordinierten Wissenstransfer und gezielte Begleitung entlang der Innovationskette geschehen.
Innosuisse und Armasuisse lancieren gemeinsam eine Projektausschreibung und investieren dafür 20 Millionen Franken. Diese sollen Dual-Use-Technologien fördern, die sowohl im Sicherheits- und Verteidigungsbereich als auch in der zivilen Wirtschaft zum Einsatz kommen.
Die Initiative fügt sich in eine Reihe aktueller politischer und institutioneller Massnahmen ein, die Innovationsfähigkeit der Schweiz im Bereich Dual-Use-Technologien gezielt zu stärken. Vergangenen Juni hat der Bundesrat seine erste rüstungspolitische Strategie verabschiedet. Sie sieht unter anderem den Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Weiterentwicklung der Schweizer Armee sowie die Stärkung der sicherheitsrelevanten Technologie- und Industriebasis vor.
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