Café Europe — 17.04.2026

Zürich - Das Textilprüfinstitut TESTEX führt die Non-Targeted PFAS-Analyse ein. Mit diesem Verfahren lässt sich ein umfangreiches Spektrum von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) nachweisen. Mit einem parallel vergebenen Label erhalten Konsumenten mehr Sicherheit bei Textilien.
TESTEX führt eine neue PFAS-Analyse ein und erhöht damit die Sicherheit von Textilien. Bild: zVg/TESTEX AG
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(CONNECT) Das Textilprüfinstitut TESTEX gibt die Einführung seiner Non-Targeted PFAS-Analyse bekannt. Als offizieller OEKO-TEX-Vertreter bietet TESTEX somit Lösungen für einen besseren Einblick in die PFAS-Kontamination, heisst es in einer Mitteilung. Geprüfte Produkte erhalten das PFAS TESTED Label, ein unabhängiges Zertifizierungskennzeichen des Schweizer Textilprüfinstituts. Damit wird bestätigt, dass Produkte auf das Vorhandensein von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) umfangreich geprüft wurden. Mit dem Label wird nicht nur die Transparenz der Lieferkette erhöht, sondern auch das Vertrauen der Konsumenten in die gekauften Textilien.

Die umfassende Gruppe der PFAS-Chemikalien besteht aus mehr als 10'000 synthetischen Substanzen. Diese Substanzklasse trägt auch den Namen „Ewigkeitschemikalien“. Zu finden sind sie in Textilien, Lebensmittelverpackungen, Beschichtungen oder Kosmetika. Doch ihr Nachweis ist allein durch den Umfang der Chemikalien dieser Substanzgruppe schwierig. Herkömmliche Prüfverfahren, die sogenannte Target-Analyse, beschränkt sich bisher auf eine begrenzte Anzahl vorher definierter bekannter Substanzen.

„Viele Unternehmen glauben, dass sie PFAS-Risiken im Griff haben, weil sie die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllen“, heisst es von Seiten von TESTEX. Doch damit werden zwar die gesetzlichen Vorschriften eingehalten, doch das tatsächliche Risiko bleibt oft unerkannt. Verbotene Substanzen werden häufig durch andere PFAS, die durch das herkömmliche Analyseraster fallen, ersetzt. Bei der Non-Targeted PFAS-Analyse kommt ein hochauflösendes Massenspektrometer (LC-HRMS) zum Einsatz, das in der Lage ist, diese versteckten PFAS-Kontaminationen zu identifizieren. Das neue Analyseverfahren dient damit auch der Vorbereitung auf zukünftige regulatorische Entwicklungen. ce/eb

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