Wer garantiert, dass ein Bio-Baumwoll-Shirt wirklich aus Bio-Baumwolle besteht? Das Mitglied und Zürcher Start-up Haelixa hat darauf eine Antwort: DNA-Marker, die sich nicht fälschen lassen. Jetzt hat das Unternehmen in einer Pre-Series-A-Finanzierung 2 Millionen Euro eingesammelt, um international zu expandieren.
(CONNECT) Ist im T-Shirt wirklich drin, was auf dem Etikett steht? Das Zürcher Start-up Haelixa sorgt mit DNA-Markern für Klarheit. Die unsichtbaren Marker lassen sich nicht fälschen und machen Textilien rückverfolgbar. Jetzt hat das Unternehmen in einer Pre-Series-A-Finanzierung 2 Millionen Euro eingesammelt, um weltweit zu wachsen.
Das 2016 als Ausgliederung der ETH Zürich gegründete Unternehmen will mit dem frischen Kapital sein Team ausbauen, das Angebot erweitern und enger mit Textilmarken und Partnern in der Lieferkette zusammenarbeiten.
Das Risikokapitalunternehmen Verve Capital Partners aus Zug und die Zürcher Kantonalbank führten die Finanzierungsrunde an. Beide investierten bereits zuvor in Haelixa. Neu stieg der Luxemburger 212 NexT-Fonds ein, der sich auf B2B-Tech-Start-ups spezialisiert hat.
Zusätzlich erhält Haelixa 230'000 Dollar von der Philanthropy Asia Alliance. Die Organisation setzt sich in ihrem globalen Mentorenprogramm The Amplifier für nachhaltiges und inklusives Wachstum in Asien ein. Seit Dezember 2025 gehört Haelixa dort zu einer Gruppe von drei Scale-ups, die für Innovation und Zirkularität in der textilen Wertschöpfungskette stehen. Unterstützt wird The Amplifier von Shein, dem Online-Händler für in China gefertigte Fast Fashion.
«Diese Investition ermöglicht uns eine globale Expansion, da die Erwartungen an die Rückverfolgbarkeit weiter steigen», sagt Haelixa-CEO Patrick Strumpf. Ausserdem könnten sie damit in die Fälschungssicherheit expandieren und Luxusmarken einen starken neuen Mehrwert bieten.
Haelixa hat eine DNA-basierte Technologie entwickelt, die die Herkunft und Authentizität von Textilien und anderen Produkten physisch nachweist. Die unsichtbaren DNA-Marker lassen sich in Materialien einbringen und später wieder auslesen. Das schützt Marken vor Betrug, nicht deklarierte Beimischungen und Fälschungen.
Die Technologie kommt bereits bei Textilien, Edelmetallen und Edelsteinen zum Einsatz und entspricht den Kriterien des Global Organic Textile Standard (GOTS) und von Oeko-Tex. Angesichts zunehmender regulatorischer Kontrollen wird die Rückverfolgbarkeit für Marken immer wichtiger.
ce/mm, az
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