Björn Von der Crone und Adriana Zilic — 13.05.2026

Drei Parlamentarierinnen und Parlamentarier erhielten bei Jakob Rope Systems Einblick in ein KMU, das von Trubschachen aus weltweit tätig ist. Der Besuch zeigte: Damit Schweizer Seilhandwerk, technische Innovation und Kreislaufwirtschaft erfolgreich bleiben, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Gemeinsam mit Swiss Textiles lud das Unternehmen die drei Parlamentarierinnen und Parlamentarier ins Emmental ein, um einen Blick in den industriellen KMU-Alltag zu blicken.

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Brücken zu bauen und zu sichern, gehört zum Kerngeschäft von Jakob Rope Systems. Beim Besuch von SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen und SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh – beide aus dem Kanton Bern – sowie von Mitte-Nationalrat Pius Kaufmann aus dem Kanton Luzern schlug das Swiss Textiles-Mitglied aus Trubschachen auch eine Brücke zur Politik.

Einblicke in ein international tätiges KMU

Gemeinsam mit Swiss Textiles lud das Unternehmen die drei Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein, hinter die Kulissen des industriellen KMU aus dem Emmental zu blicken: die Herstellung von Stahl- und Faserseilen und textilen Netzen sowie die Konfektionierung von Seil- und Hebetechnik inklusive Architekturseilen.

Die Firma wurde 1904 gegründet und wuchs zu einem global tätigen KMU mit einem weiteren Standort in Saigon, Vietnam an. Es exportiert in über 50 Länder und beschäftigt insgesamt 705 Personen: "Heute sind wir mit unserem Standort Trubschachen im Emmental ein internationaler Hersteller und Anbieter von Seilen und Edelstahlnetzen sowie eines grossen Sortiments im Bereich der Seil- und Hebetechnik.", ist auf der Webseite zu lesen.

Damit KMU wie dieses wettbewerbsfähig bleiben, sind sie auf die richtigen Rahmenbedingungen angewiesen. Der Besuch bot deshalb auch Gelegenheit, zentrale Anliegen der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche direkt mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik zu besprechen.

Handelspolitik bleibt zentral

In geopolitisch unsicheren Zeiten gewinnen stabile Handelsbeziehungen weiter an Bedeutung. Für die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche steht dabei die EU im Zentrum: Sie ist die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin der Branche. Entsprechend setzt sich Swiss Textiles für stabile Beziehungen zur EU und für das Vertragspaket der Bilateralen III ein.

Vor diesem Hintergrund lehnt der Branchenverband die «Chaosinitiative» ab, über die die Schweiz am 14. Juni 2026 abstimmt. Aus Sicht von Swiss Textiles gefährdet sie die Beziehungen zur EU und damit auch die Planungssicherheit international ausgerichteter Unternehmen schwächen.

Mercosur und Vietnam im Fokus

Auch Freihandelsabkommen mit weiteren Märkten sind für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft wichtig. Dazu gehört das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und den Mercosur-Ländern. Der Bundesrat hat die Botschaft dazu im Februar 2026 verabschiedet; die eidgenössischen Räte sollen das Abkommen voraussichtlich in der Sommer- und Herbstsession 2026 behandeln.

Ein weiterer wichtiger Markt ist Vietnam. Die Verhandlungen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam laufen seit mehreren Jahren; im April 2026 meldete die EFTA deutliche Fortschritte. Für die Textil- und Bekleidungsbranche ist Vietnam auch als Produktions- und Beschaffungsstandort relevant. Laut EFTA belief sich das Handelsvolumen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam 2025 auf 4,8 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Importgütern aus Vietnam zählen unter anderem Fussbekleidung und Bekleidung.

Für Jakob ist Vietnam besonders bedeutend: Das Unternehmen produziert dort seit 2003. Am Standort Saigon entstehen unter anderem Edelstahlnetze, Rahmen sowie Dreh- und Frästeile.

Kreislaufwirtschaft braucht klare Regeln

Zum Abschluss stellte Swiss Textiles das Branchenprojekt Fabric Loop vor. Die Initiative baut eine freiwillige Branchenlösung für die Textil-Kreislaufwirtschaft in der Schweiz auf. Finanziert werden soll sie über einen vorgezogenen Recycling- beziehungsweise Kreislaufbeitrag.

Damit eine solche Lösung breit wirkt, braucht es gleiche Regeln für alle Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer – auch für ausländische Online-Plattformen. Dafür ist die Branche auf einen passenden gesetzlichen Rahmen angewiesen. Auch hier zeigt sich: Wer Kreisläufe schliessen will, muss zuerst die richtigen Verbindungen schaffen – zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

In geopolitisch unsicheren Zeiten gewinnen stabile Handelsbeziehungen weiter an Bedeutung. Für die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche steht dabei die EU im Zentrum.

Handelspolitik bleibt zentral

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, geht es aber nicht ohne passende Rahmenbedingungen. Der Besuch bot deshalb auch Gelegenheit, zentrale Anliegen der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche direkt mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik zu besprechen.

In geopolitisch unsicheren Zeiten gewinnen stabile Handelsbeziehungen weiter an Bedeutung. Für die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche steht dabei die EU im Zentrum: Sie ist die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin der Branche. Swiss Textiles setzt sich deshalb für stabile Beziehungen zur EU und für das Vertragspaket der Bilateralen III ein.

Vor diesem Hintergrund lehnt der Branchenverband die «Chaosinitiative» ab, über die die Schweiz am 14. Juni 2026 abstimmt. Aus Sicht von Swiss Textiles gefährdet sie die Beziehungen zur EU und damit auch die Planungssicherheit international ausgerichteter Unternehmen.

Mercosur und Vietnam im Fokus

Auch Freihandelsabkommen mit weiteren Märkten sind für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft wichtig. Dazu gehört das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und den Mercosur-Ländern. Der Bundesrat hat die Botschaft dazu im Februar 2026 verabschiedet; die eidgenössischen Räte sollen das Abkommen voraussichtlich in der Sommer- und Herbstsession 2026 behandeln.

Ein weiterer wichtiger Markt ist Vietnam. Die Verhandlungen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam laufen seit mehreren Jahren; im April 2026 meldete die EFTA deutliche Fortschritte. Für die Textil- und Bekleidungsbranche ist Vietnam auch als Produktions- und Beschaffungsstandort relevant. Laut EFTA belief sich das Handelsvolumen zwischen den EFTA-Staaten und Vietnam 2025 auf 4,8 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Importgütern aus Vietnam zählen unter anderem Fussbekleidung und Bekleidung.

Für Jakob ist Vietnam besonders bedeutend: Das Unternehmen produziert dort seit 2003. Am Standort Saigon entstehen unter anderem Edelstahlnetze, Rahmen sowie Dreh- und Frästeile.

Kreislaufwirtschaft braucht klare Regeln

Zum Abschluss stellte Swiss Textiles das Branchenprojekt Fabric Loop vor. Die Initiative baut eine freiwillige Branchenlösung für die Textil-Kreislaufwirtschaft in der Schweiz auf. Finanziert werden soll sie über einen vorgezogenen Recycling- beziehungsweise Kreislaufbeitrag.

Damit eine solche Lösung breit wirkt, braucht es gleiche Regeln für alle Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer – auch für ausländische Online-Plattformen. Dafür ist die Branche auf einen passenden gesetzlichen Rahmen angewiesen. Auch hier zeigt sich: Wer Kreisläufe schliessen will, muss zuerst die richtigen Verbindungen schaffen – zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Nach dem Rundgang zeigte sich Mitte-Nationalrat Pius Kaufmann fasziniert: «Ich bin sehr beeindruckt davon, wie innovativ die Jakob AG ist und wie gut die Zusammenarbeit zwischen Vietnam und Trubschachen funktioniert».

Pius Kaufmann

Ich bin sehr beeindruckt davon, wie innovativ die Jakob AG ist und wie gut die Zusammenarbeit zwischen Vietnam und Trubschachen funktioniert.

Kreislaufwirtschaft braucht klare Regeln

Zum Abschluss stellte Swiss Textiles das Branchenprojekt Fabric Loop vor. Die Initiative baut eine freiwillige Branchenlösung für die Textil-Kreislaufwirtschaft in der Schweiz auf. Finanziert werden soll sie über einen vorgezogenen Recycling- beziehungsweise Kreislaufbeitrag.

Damit eine solche Lösung breit wirkt, braucht es gleiche Regeln für alle Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer – auch für ausländische Online-Plattformen. Dafür ist die Branche auf einen passenden gesetzlichen Rahmen angewiesen. Auch hier zeigt sich: Wer Kreisläufe schliessen will, muss zuerst die richtigen Verbindungen schaffen – zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Beziehungen immer wieder neu pflegen und knüpfen

Nach dem Rundgang zeigte sich Mitte-Nationalrat Pius Kaufmann fasziniert: «Ich bin sehr beeindruckt davon, wie innovativ die Jakob AG ist und wie gut die Zusammenarbeit zwischen Vietnam und Trubschachen funktioniert».

Für einmal standen in Trubschachen nicht nur Seile, Netze und Brücken im Mittelpunkt, sondern auch die politischen Verbindungen, die international tätige KMU brauchen. Der Besuch zeigte: Gute Rahmenbedingungen entstehen nicht von selbst – sie müssen gepflegt, gesichert und immer wieder neu geknüpft werden.

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